Stadt, Land, Fluss · 14 Tage

Peking • Xi'an • Chongqing • Yangtze-Kreuzfahrt • Suzhou • Wuzhen • Shanghai

Kreuzfahrten auf dem Yangtze haben auch nach Fertigstellung des Drei-Schluchten-Staudamms nicht an Popularität eingebüßt. Auch nach der Flutung gehört der Abschnitt der „Drei Großen Schluchten“, durch den diese Reise führt, noch immer zu den spannendsten Flusskreuzfahrten der Erde. Das Rahmenprogramm dieser Reise ist dabei mehr als nur eine kleine Beigabe: Mit Peking, Xi'an und Shanghai erleben Sie die wichtigsten touristischen Metropolen im Reich der Mitte und mit Suzhou und Wuzhen werden Sie Zeuge davon, dass China zeitgleich in völlig unterschiedlichen Epochen zu existieren scheint.
Schon die ersten Eindrücke kurz nach Ihrer Ankunft in Peking haben die Müdigkeit vom Flug weggeblasen! Die Hauptstraßen von Chinas Hauptstadt sind gesäumt von großen Wohnblocks und modernen Büropalästen. Die Straßen sind äußerst breit, meist von Grünstreifen gesäumt. Trotz des Weltstadt-Flairs versprüht Peking eine völlig andere Aura, als beispielsweise London, Sydney oder auch Hong Kong. Vor Ihnen liegen Tage, in denen Sie entdecken werden, woher genau dieses Gefühl kommt, das so typisch für Peking ist...

Während Sie den steilen Aufstieg zur Großen Mauer in Angriff nehmen, wandern Ihre Gedanken viele Jahrhunderte zurück zu den Menschen, die dieses monumentale Bauwerk erschaffen haben. Welch unglaubliche Anstrengung muss es gekostet haben, diesen Schutzwall inmitten dieser Bergwelt zu erbauen! Und als Ihr Blick über die schier endlose, sich wie ein uraltes Reptil über die Berge windende Mauer schweift, kommt Ihnen in den Sinn, dass früher einmal links von Ihnen Chinas Zivilisation lag. Rechts von Ihnen hingegen waren die Lande der gefürchteten Barbaren…

Langsam gleitet Ihr Kreuzfahrtschiff durch die gewaltigen Schleusentore und fährt ein in die nächste Schleusenkammer. Fünf Stufen sind nötig, um Schiffe die gewaltige Höhe des Drei-Schluchten-Staudamms überwinden zu lassen. Während Sie an der Reling stehen, bedauern Sie ein wenig, dass die geruhsame Fahrt auf dem Yangzi nun schon fast zu Ende ist. Sie hatten nicht geglaubt, dass die berühmten drei großen Schluchten des längsten asiatischen Flusses auch nach der Stauung noch so beeindruckend wären. Auch der Nebenfluss, auf dessen türkisem Wasser Sie mit kleinen Booten zwischen steil aufragenden Felswänden hindurch fuhren, hat die Kreuzfahrt zu einem besonderen Erlebnis werden lassen…

Das deutsche Sprichwort „Platz ist in der kleinsten Hütte“ ließe sich wunderbar auf den Garten des bescheidenen Beamten übertragen. Dieser kleinste der Gärten, die in Suzhou zum Weltkulturerbe gehören, ist dermaßen geschickt gestaltet, dass er dem Besucher eine Größe vorgaukelt, die es gar nicht gibt. Hinter jeder Ecke bietet sich ein völlig neuer Anblick. Mal auf einen Teich mit Fischen, an dessen Ufer ein Pavillon zum Verweilen einlädt, mal auf einen reich bepflanzten Innenhof. Zwischendurch gelangen Sie in alte Schreibstuben oder einen Wandelgang. Sie haben den Eindruck, dass sich die wohlhabenden Chinesen aus alter Zeit einfach zu Hause in ihrem Garten die Landschaften erschaffen ließen, die sie nicht vor Ihrer Haustür hatten...
feel China Tipp
Wuzhen
Wuzhen ist eines der bis heute gut erhaltenen kleinen Wasserstädtchen, die einst das Bild der Umgebung Shanghais geprägt haben. Der Ort ist von kleinen Kanälen durchzogen, die von alten Steinbrücken überspannt werden und welche die Lebensadern des Ortes gewesen sind. Die Kanäle waren nicht nur Transportweg, das Wasser wurde auch für allen anderen Bedarf genutzt. Heute steht die romantische Altstadt unter Denkmalschutz und ist Zeuge einer längst vergangenen Epoche. Die Hektik des Umlandes ist noch nicht hierher vorgedrungen.

Nordtempel-Pagode
Sie war das höchste Bauwerk im alten Suzhou und weil Suzhou eine der wenigen Städte des modernen China ist, in dessen Zentrum nicht hoch gebaut werden darf, hat man von hier noch heute einen uneingeschränkten Blick über die Stadt. Die neunstöckige Pagode ist Teil eines Tempels, in dem reges Treiben herrscht und dessen Anlage unverkennbar von der für Suzhou typischen Gartenbaukunst beeinflusst wurde. Das Gelb der Tempelmauern unterscheidet sich dabei deutlich von dem weiß, in dem praktisch alle Wohnhäuser der Stadt gestrichen sind.