Im Schatten des Himalaya · 17 Tage

Chengdu • Lhasa • Gyangtse • Shigatse • Tibet-Eisenbahn • Xining • Mengda Naturschutzgebiet • Xiahe • Linxia • Lanzhou • Chengdu

Natur und Religion stehen im Mittelpunkt dieser Reise. Sie bietet neben den Bergwelten Tibets und Qinghais Einblicke in die tief von der Religion geprägte Kultur der hier lebenden Menschen. Neben den Heiligtümern des tibetischen Buddhismus besuchen Sie große taoistische und muslimische Gotteshäuser. Verbunden werden die beiden Reiseteile in Tibet und Qinghai durch eine Fahrt mit der Tibet-Eisenbahn über die höchstgelegene Bahnstrecke der Welt.
Von draußen weht Ihnen der Geruch von Räucherstäbchen in die Nase. Die buddhistischen Gläubigen entzünden diese oft bündelweise, bevor sie das alte Tempelgebäude betreten. Während Sie den überaus reichlich geschmückten und verzierten Altar mit seiner goldenen Buddha-Figur bestaunen, gehen um Sie herum die Mönche in ihren weinroten Roben ihren Aufgaben nach. Pilger, die teilweise lange und beschwerliche Wege durch die Berge Tibets auf sich genommen haben, knien vor dem Altar und sind in inbrünstige Gebete versunken. Plötzlich hören Sie von draußen ein Geräusch, dass nicht in diese Welt zu passen scheint. Ein Mobiltelefon. Sie fragen sich, welcher Tourist hier wohl telefoniert, schauen durch die Tür und erkennen, dass auch die Mönche in der Gegenwart angekommen sind, denn es ist einer von ihnen, der lebhaft mit dem Gerät an seinem Ohr spricht…

Im Hintergrund erheben sich dunkel die Berge. Von der Sonne angestrahlt, bildet das Dzong-Fort mit seinen hellen Mauern einen dramatischen Kontrast dazu. Sie nehmen diese Szene wie in einem Traum war, denn der einzeln stehende Hügel, auf dem sich die alte tibetische Burg erhebt, könnte auch Kulisse für einen reich ausstaffierten Fantasy-Film sein. Doch die Burg ist real. Ebenso wie das Tal und die nahe gelegene Kleinstadt Gyangtse, deren Altstadt Sie gleich erkunden wollen…

5.072 Meter. Sie überlegen, ob Sie in Ihrem Leben zuvor schon einmal so hoch gewesen sind. Nicht einmal der Kamba-La-Pass am Yamdrok-See, den Sie passiert haben, erreichte diese Marke. Nur vier Meter tiefer hält der Zug am höchst gelegenen Bahnhof der Welt. Tibet liegt hinter Ihnen und von jetzt an wird es auf der höchstgelegenen Eisenbahnstrecke der Welt hinunter gehen bis nach Xining, Hauptstadt der extrem dünn besiedelten Provinz Qinghai. Die Berge sind hier oben weit über der Baumgrenze karg, aber vielleicht gerade deswegen so faszinierend…

Irgendwie hatten Sie sich die Große Moschee von Xining anders vorgestellt. In einem Teil der Anlage fühlen Sie sich fast nach Peking versetzt. Die Architektur ist unübersehbar von klassischen chinesischen Gebäuden und Tempeln beeinflusst. Ein anderer Teil der größten Moschee Qinghais hingegen versetzt Sie mit seinen Minaretten und der grünen Kuppel schon deutlich eher in den vorderen Orient und auf einmal erscheinen die buddhistischen Tempel sehr weit weg zu sein…
feel China Tipp
Jokhang-Tempel
In Europa weniger bekannt als der ebenfalls in Lhasa befindliche Potala-Palast ist der 1.300 Jahre alte Jokhang-Tempel, der mit seinem goldenen Dach das wichtigste Heiligtum Tibets ist. Täglich kommen zahlreiche Pilger hierher. Nachdem Sie das Heiligtum durch das Barkhor-Viertel im Uhrzeigersinn umrundet haben, können die Besucher neben vielen der ältesten und bedeutendsten tibetischen Kunstwerke auch einen vollständig aus Gold hergestellten Buddha bewundern.

Mengda Naturreservat
In den Bergen nahe dem Oberlauf des Huang He, des „Gelben Flusses“, befindet sich mitten im Mengda Naturreservat der Himmelssee „Tian Chi“. Dieses Gewässer ist sowohl den Buddhisten als auch den hier lebenden Salar-Muslimen heilig. Die Fahrt in das wunderschöne Naturschutzgebiet führt teils spektakulär entlang dem Gelben Fluss.

Hinweis: Wegen der teilweise großen Höhen in Tibet (Übernachtungen in Lhasa auf ca. 3.600m ü.NN) sollten sich die Reisenden zu Reisebeginn in guter körperlicher Konstitution befi nden und vor Buchung gegebenenfalls einen Arzt konsultieren.