Wüstenschätze · 17 Tage

Urumqi • Kashgar • Kucha • Taklamakan • Turfan • Dunhuang • Jiayuguan • Lanzhou • Peking

Der Themenschwerpunkt liegt auf der Seidenstraßenregion mit ihren spektakulären Landschaften und ihrer einzigartigen kulturellen und religiösen Vielfalt. Neben den Völkern Zentralasiens, wie Uiguren oder Tadschiken, leben hier auch Mongolen und natürlich Han-Chinesen. Neben der Sandwüste Taklamakan und den Ausläufern der Gobi entdecken Sie grüne Täler, Oasen und dramatische Hochgebirge. Neben lebendigen Basaren besuchen Sie Zeitzeugen untergegangener Reiche, wie die Ruinenstadt Jiaohe, die Tausend-Buddha-Grotten von Mogao oder das westliche Ende der Großen Mauer.
Um Sie herum erstreckt sich die moderne Metropole Urumqi – und Sie spüren, dass Sie nirgendwo auf der Welt eine Millionenstadt finden werden, die weiter von einem Meer entfernt ist. Hier im Herzen Zentralasiens liegt der Ausgangspunkt für das Abenteuer, das Seidenstraße heißt…

Purer Orient! Außer ein paar Schriftzeichen erinnert beim Bummel durch Kashgars Altstadt nichts daran, dass Sie sich in China befinden. Weder die verwinkelten Gassen, noch das Aussehen oder die Sprache der Menschen, die hier fast alle zum Volk der turksprachigen Uiguren gehören. Auf dem Karakorum-Highway hingegen, hoch oben im Pamir Gebirge mit den mächtigen Siebentausendern und dem unwirklichen Karakul-See, werden Ihnen eher tadschikische Nomaden mit Ihren Yaks und Kamelen begegnen…

Während Sie unter sich den feinen Sand der Taklamakan-Wüste spüren, tauchen wie eine Fata Morgana die Bilder der vergangenen Stunden und Tage vor Ihrem geistigen Auge auf: Das endlose, bizarr geformte und gefärbte Gestein des Himmelsgebirges „Tianshan“ und der dort verborgene tiefe Canyon, den Sie durchwandert haben, der Wald der Wüstenpappeln, deren Leben in dieser unwirtlichen Umgebung unendlich verlangsamt ist…

Die Luft flirrt und ein unfassbar warmer Wind umweht Sie, als Sie vor den Flammenden Bergen, dem heißesten Punkt Chinas, stehen. Und doch ist die Temperatur wegen der lächerlich geringen Luftfeuchtigkeit nicht unangenehm. Bemerkenswert, dass nur ein paar Kilometer entfernt inmitten einer der trockensten Regionen der Welt die fruchtbare Oase Turfan mit ihrem jahrhunderte alten System unterirdischer Bewässerungskanäle liegt. Dass hier schon lange vor unserer Zeit Menschen lebten, beweisen die Überreste längst verlassener Städte, durch deren Straßen Sie wandern…

Sie stehen vor den farbenfrohen Bildern und Skulpturen der buddhistischen Grotten von Mogao. Die Menge der Höhlen und Skulpturen ist enorm, die der Bilder kaum zählbar. Sie stellen fest, dass dieses einmalige Monument religiösen Schaffens sich im Stil deutlich von den anderen Tausend-Buddha-Grotten unterscheidet, die Sie bereits gesehen haben. Sie lauschen den Ausführungen der Reiseleitung, um eine Erklärung zu erhalten, wieso ausgerechnet in einer so entlegenen Gegend wie dieser ein Kunstschatz von so enormer Bedeutung zu finden ist...

Das Ende! Nach geschätzten 5.000 Kilometern vom Meer im Osten, über hohe Bergketten und durch karge Wüsten, ist hier bei Jiayuguan das Ende – oder der Anfang. Eine Festung, einst letzte große Bastion imperialer Macht, markiert hier das westliche Ende der großen chinesischen Mauer, deren ersten spektakulären Abschnitt Sie heute erklimmen und bewundern…
feel China Tipp
Tianshan Canyon
Dunkelrotes Gestein ragt steil dutzende Meter links und rechts neben einem schmalen Bachbett empor, das die meiste Zeit des Jahres trocken liegt und daher einige Kilometer weit durchwandert werden kann. Je weiter man geht, desto schmaler werden einige Passagen der Schlucht, desto beeindruckender manche der Auswaschungen, die dieses
entlegene Naturphänomen zu einem lohnenswerten Abstecher machen.

Löss-Steinwald am Gelben Fluss
In Anspielung auf den weltweit berühmten Steinwald bei Kunming wurden die ebenfalls bizarr geformten Gesteinsformationen am Gelben Fluss nördlich der Metropole Lanzhou als „Huanghe Shilin“ bezeichnet: Gelber Fluss Steinwald. Das Wasser hat das weiche gelbe Löss-Gestein stark erodiert. Die Landschaft assoziieren Europäer zwar weniger mit einem „Wald“, aber nicht zuletzt wegen ihrer Canyons und skurrilen Formen ist sie dennoch besonders sehenswert.