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Das Erbe der Langnasen · 14 Tage
Peking • Tianjin • Qingdao • Shanghai • Xiamen • Quanzhou • Kanton
Obwohl sich China in seiner Geschichte meist gegen den Einfluss ausländischer Mächte gesträubt hat, haben die europäischen Kolonialmächte immer wieder Anstrengungen unternommen, in das Reich der Mitte vorzudringen und es für die eigenen Interessen zu öffnen. Zimperlich waren die „Langnasen“ dabei nicht: Oft genug wurde China mit Waffengewalt zu Zugeständnissen bewegt. Diese Reise führt Sie in einige der bedeutendsten Orte der europäischen Anwesenheit in China: die ehemals deutsche Stadt Qingdao („Tsingtau“), die Vertragshäfen Tianjin und Xiamen, das multinationale Shanghai oder Kanton, die erste Stadt in der Europäer Kontore eröffnen durften.
Im alten Observatorium von Peking stehen Sie vor einer antiken Armillarsphäre. Das alte astronomische Instrument ist wunderschön verziert und ein krasser Gegensatz zu den nüchternen Instrumenten der heutigen Zeit. Genutzt wurden diese Geräte einst von europäischen Jesuiten, die die Kaiser im 17. Jahrhundert mit ihren genauen astronomischen Erkenntnissen beeindrucken konnten und sogar ins kaiserliche Astronomiebüro berufen wurden. Jesuiten waren es später auch, die dem Kaiser Qianlong einen an Versailles erinnernden Park mit typisch europäischen Gebäuden schufen. Die Zerstörung dieses „Alten Sommerpalastes“ war dann auch wieder ein Werk der Europäer…
Wenn Sie es nicht besser wüssten, würden Sie denken, dass jemand ein deutsches Ostseebad mit Frankfurt am Main gekreuzt hätte, das gerade von mehreren chinesischen Reisegruppen bevölkert wird. Tatsächlich wirkt Qingdao genau auf diese Weise. Die Hauptstadt des ehemaligen deutschen Pachtgebiets Kiautschou (Jiaozhou) beeindruckt heutzutage mit einer typisch deutschen Altstadt und gleichzeitig modernen Stadtvierteln mit traumhafter Lage direkt am Meer. Bei einem Tsingtau-Bier, das 1903 erstmals von Deutschen gebraut wurde und heute international erfolgreich ist, lassen Sie die einmalige Atmosphäre der Stadt auf sich wirken…
Die Fähre schaukelt sacht, als sie sich der kleinen Insel Gulang Yu nähert. Mit den Häuschen und engen Gassen wirkt das Eiland wie eine Insel im Mittelmeer. Die Erbauer haben gar nicht erst den Versuch unternommen, lokale Stile einfließen zu lassen, sondern haben vielmehr eine Miniaturheimat mit nach China gebracht. Fast ein Jahrhundert lang hatten Händler und Regierungen aus Europa hier ihre Niederlassungen. Doch als sich Ihr Schiff dem Anleger nähert, wird aus der Mittelmeervision wieder chinesische Realität: Die Menschen an Land tragen eindeutig asiatische Gesichtszüge…
Eben noch waren Sie in einer Oase der Ruhe, nun strömen fröhliche Menschen um Sie herum und es schallt laute Musik aus den zahllosen Geschäften der Fußgängerzone, welche die Passanten auf die bunten Angebote aufmerksam machen soll. Die Oase war die Insel Shamian, wo einst die ersten europäischen Handelsniederlassungen auf chinesischem Boden standen und das mit seinen schattigen Straßen und historischen Gebäuden ein beliebtes Motiv für Hochzeitsfotos geworden ist. Diese alte Welt scheint in der Fußgängerzone so unendlich weit weg zu sein, wie das Europa aus dem seine Erbauer stammten. Plötzlich steigt Ihnen der Duft von Tee aus einem kleinen zur Straße offenen Laden in die Nase und Sie erinnern sich, dass Sie noch ein paar Vorräte für daheim kaufen wollten…
Wenn Sie es nicht besser wüssten, würden Sie denken, dass jemand ein deutsches Ostseebad mit Frankfurt am Main gekreuzt hätte, das gerade von mehreren chinesischen Reisegruppen bevölkert wird. Tatsächlich wirkt Qingdao genau auf diese Weise. Die Hauptstadt des ehemaligen deutschen Pachtgebiets Kiautschou (Jiaozhou) beeindruckt heutzutage mit einer typisch deutschen Altstadt und gleichzeitig modernen Stadtvierteln mit traumhafter Lage direkt am Meer. Bei einem Tsingtau-Bier, das 1903 erstmals von Deutschen gebraut wurde und heute international erfolgreich ist, lassen Sie die einmalige Atmosphäre der Stadt auf sich wirken…
Die Fähre schaukelt sacht, als sie sich der kleinen Insel Gulang Yu nähert. Mit den Häuschen und engen Gassen wirkt das Eiland wie eine Insel im Mittelmeer. Die Erbauer haben gar nicht erst den Versuch unternommen, lokale Stile einfließen zu lassen, sondern haben vielmehr eine Miniaturheimat mit nach China gebracht. Fast ein Jahrhundert lang hatten Händler und Regierungen aus Europa hier ihre Niederlassungen. Doch als sich Ihr Schiff dem Anleger nähert, wird aus der Mittelmeervision wieder chinesische Realität: Die Menschen an Land tragen eindeutig asiatische Gesichtszüge…
Eben noch waren Sie in einer Oase der Ruhe, nun strömen fröhliche Menschen um Sie herum und es schallt laute Musik aus den zahllosen Geschäften der Fußgängerzone, welche die Passanten auf die bunten Angebote aufmerksam machen soll. Die Oase war die Insel Shamian, wo einst die ersten europäischen Handelsniederlassungen auf chinesischem Boden standen und das mit seinen schattigen Straßen und historischen Gebäuden ein beliebtes Motiv für Hochzeitsfotos geworden ist. Diese alte Welt scheint in der Fußgängerzone so unendlich weit weg zu sein, wie das Europa aus dem seine Erbauer stammten. Plötzlich steigt Ihnen der Duft von Tee aus einem kleinen zur Straße offenen Laden in die Nase und Sie erinnern sich, dass Sie noch ein paar Vorräte für daheim kaufen wollten…
feel China Tipp
Tianjin
Heute eine der größten Städte Chinas, war Tianjin ab 1858 eine westliche Konzession, das heißt eine Handelszone in europäischer Hand. Briten, Franzosen und später Japaner, Deutsche, Österreicher und Italiener haben hier Banken, Schulen, Handelshäuser und Kirchen errichtet. Einiges davon lässt sich in Tianjin noch heute entdecken – einer Stadt die übrigens wie sonst nur Shanghai, Chongqing und Peking den Status der Provinzunabhängigkeit genießt.
Quanzhou
Quanzhou war während der Song- und Yuan-Dynastien die wichtigste Hafenstadt Chinas und somit Niederlassung für Tausende Händler aus dem arabischen Raum. Diese Händler kannten die Stadt unter dem Namen Zaitun, woraus sich das Wort Satin ableitet und unter dem schon Marco Polo wahrhaft Beeindruckendes über die Metropole zu berichten wusste. Noch heute zeugen Moschee und viele muslimische Chinesen von Quanzhous einstiger Bedeutung als weltoffene Handelsmetropole.
Heute eine der größten Städte Chinas, war Tianjin ab 1858 eine westliche Konzession, das heißt eine Handelszone in europäischer Hand. Briten, Franzosen und später Japaner, Deutsche, Österreicher und Italiener haben hier Banken, Schulen, Handelshäuser und Kirchen errichtet. Einiges davon lässt sich in Tianjin noch heute entdecken – einer Stadt die übrigens wie sonst nur Shanghai, Chongqing und Peking den Status der Provinzunabhängigkeit genießt.
Quanzhou
Quanzhou war während der Song- und Yuan-Dynastien die wichtigste Hafenstadt Chinas und somit Niederlassung für Tausende Händler aus dem arabischen Raum. Diese Händler kannten die Stadt unter dem Namen Zaitun, woraus sich das Wort Satin ableitet und unter dem schon Marco Polo wahrhaft Beeindruckendes über die Metropole zu berichten wusste. Noch heute zeugen Moschee und viele muslimische Chinesen von Quanzhous einstiger Bedeutung als weltoffene Handelsmetropole.
